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so begrüßte Peter Braukmann das Team des Kulturladens im Vorfeld seines Konzertes in Bockenem.

Düstere Wolken zogen am Himmel auf und man fragte sich, ob das Wetter wohl halten würde. Auch die Frage wie gut die Kulturscheune am Abend gefüllt sein würde, wurde kurz andiskutiert. Peter’s Antwort lautete einfach:„Sollte nur der vordere Teil gefüllt sein, dann bleibt die Technik aus, ich komme ganz nach vorn an die Gäste heran und singe dann halt komplett unplugged. Erst wenn die Scheune zu einem guten Teil gefüllt ist, dann spiele ich mit „kleiner technischer Unterstützung“.


Rechtzeitig ca. eine Stunde vor Beginn des Konzertes begann es zu regnen. Eilig wurde noch ein zusätzlicher Pavillion herangeschafft und mit einer Lichtschlange elelektrifiziert, damit die Gäste in der Pause noch einen zusätzlichen trockenen und beleuchteten Unterstand zur Verfügung haben. Noch spannender wurde die Frage nach den Gästen. Doch schon eine halbe Stunde vor Beginn war klar, heute spielt er mit „kleiner technischer Unterstützung“. Tatsächlich zu Konzertbeginn war die Kulturscheune komplett gefüllt. Viele Besucher kannte und kannten Braukmann persönlich und man begrüßte sich mit Handschlag.

 

 

Ist er doch in Bockenem bis zu seinem 18. Lebensjahr aufgewachsen, bevor er in die Welt hinaus zog. Später kehrte er nocheinmal zurück, um mit seinem Musikverlag „Rillenschlange“ und dem Duo „Schnappsack“ die deutsche und internationale Liedermacher- und Folkszene zu erobern. Später arbeitete Peter dann fürs Fernsehen und machte mit vielen bekannten Künstlern Commedy, die Peter Braukmann in erster Linie produzierte und für die er Sketche schrieb. Im Jahr 2005 kehrte er mit der Reunion von „Schnappsack“ wieder auf die Bühne zurück, der er bis heute treu blieb.

Das anschließende Konzert versprühte zwar mit dem Streifzug durch seine mittlerweile über dreißig jährige Musikgeschichte auch ein wenig Nostalgie, zeugte aber in erster Linie von Aufbruchstimmung und Engagement für sein aktuelles musikalisches Projekt mit der erst zwanzig-jährigen Deborah Oehler vor. Diese konnte leider am Konzertabend nicht persönlich dabei sein. Es folgten Protestsongs und Annekdoten aus den 70-igern, wie z.B. das „Jahreszeitenlied“ oder eine Geschichte über seine Observierung durch den BND, seiner Ähnlichkeit zu einem gesuchte RAF – Terroristen und der „subversiven“ Ausstrahlung seines Duos „Schnappsack“. Er trug ins Deutsche übersetzte keltische Folksongs vor, begleitete sich selbst dabei mit Knopfakkorden oder Gitarre und lud die Gäste immer wieder zum Mitsingen ein. Besonders viel Freude bescherte das Lied über Opa’s Zoobesuch mit den Kindern, bei dem auch seine anwesenden noch jungen Kinder tatkräftig mit intonierten und die Geräusche von Bären, Haien oder Kühen nachahmten.

 

Das Ende des Konzerts wurde mit einigen nachdenklichen Liedern eingeleitet und mit dem für ihn wohl schönsten Antikriegslied beendet „Sag mir wo die Blumen sind“. Die von Beginn an stimmungsvolle und heitere Athmosphäre trug sich durch den gesamten Abend, wie bei einem großen Familien- oder Klassentreffen.

 

 

 

Große Teile des Publikums folgten dann trotz Dauerregens, der Aufforderung des Moderators in die „laue Sommernacht“ des Kulturhofs. Unter den Pavillions an Stehtischen tranken sie zusammen mit dem Künstler und dem Kulturladen-Team ein wenig Bier und Wein und aßen einen Teller afrikanischen Mohrüben- Suppe oder Käsespieße und Brezel.

 

Es folgten Gespräche mit Klassenkameraden, alten Freunden, Weggenossen oder einer Gitarrenschülerin Braukmanns. Kurz vor Mitternacht gingen auch die letzten Besucher nach Hause und ein wunderschöner, anregender Abend zu Ende. Braukmann und das Team vom Kulturladen waren sich einig. Jederzeit wieder! Da capo!

 

 

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